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Manfred Krug: MK Bilderbuch - Ein Sammelsurium. Von Manfred Krug handsignierte und limitierte erste Auflage. von Manfred Krug, Krista Maria Schädlich (Hrsg.), Oliver Schwarzkopf (Hrsg.)Gebundene Ausgabe von Schwarzkopf & SchwarzkopfPreis bei Amazon: EUR 69,95 ISBN: 3862651061, Erscheinungsdatum: Februar 2012 Produktgruppe Bücher |
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Erscheinungsjahr: 2012 Lade Kundenrezensionen... |
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Abgehauen: Ein Mitschnitt und ein Tagebuch von Manfred KrugTaschenbuch von Ullstein TaschenbuchPreis bei Amazon: EUR 8,95 ISBN: 3548365930, Erscheinungsdatum: Sept. 2003, Auflage: 1., Aufl. Produktgruppe Bücher |
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ProduktbeschreibungNiemals ist das DDR-System transparenter beschrieben, niemals die Gefährlichkeit einer versuchten Symbiose von Macht und Kunst heller beleuchtet worden als in diesem Text. Manfred Krugs Erinnerungen sind ein aufregendes, erschütterndes Zeitdokument, das jedem die Augen öffnet, auch wenn er einer anderen Generation angehört.Aus der Amazon.de-Redaktion"Operative Information: Sonnabend, den 18. 6. 1977: K r u g befand sich bis in die Nachmittagsstunden auf seinem Grundstück und war mit Verladearbeiten beschäftigt. Da keine fremden Personen auf dem Grundstück sein durften, war es dem IMV nicht möglich, daran teilzunehmen." Es war der Tag der Ausreise Manfred Krugs aus der DDR. Zum Verständnis: IMV, das waren die netten Nachbarn. Abends war man dann doch noch eingeladen zur Abschiedsfeier bei IMV-Nachbars. So die Stasi-Akte. Mein Gott, diese DDR! Dramatische Ereignisse gingen voraus: Im November 1976 trafen elf namhafte Künstler, die eine Resolution gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns unterzeichnet hatten, zu einem Streitgespräch mit drei hochrangigen DDR-Funktionären zusammen. Das Treffen fand in Krugs Haus statt und Krug ließ -- widerrechtlich und höchst riskant -- heimlich ein Tonband mitlaufen. Manfred Krug wartete neunzehn Jahre, ehe er das Protokoll veröffentlichte. Ein beredtes Dokument. Die Diskussionsteilnehmer, darunter Stefan Heym, Jurek Becker, Christa Wolf und die Schauspielerin Angelica Domröse, auf der Gegenseite der Chef der Agitations- und Propagandaabteilung des Politbüros, ein wortgewandter und eloquenter Mann, liefern sich heftigste Wortgefechte, deren nachträgliches Studium so manches Geschichtsbuch überflüssig macht. Die aufgebrachten Kunstschaffenden, die Biermanns Wiedereinbürgerung einfordern und den Staat in Frage stellen, sehen sich einer Mauer von Demagogie und Schlitzohrigkeit seitens der DDR-Oberen gegenüber, die ihrerseits auf Linientreue beharren. Krug kann und will mit diesem Staat nicht mehr auskommen. Schon werden die ersten Auftritte abgesagt, Filmangebote storniert. Der Staat schlägt zurück. Den zweiten Teil von Abgehauen nimmt Krugs Tagebuch bis zu seiner Ausreise ein. Hierin wird beklemmend deutlich, wie schwer es war, diesem unseligen System zu entkommen. Manfred Krug gebührt der allergrößte Respekt für diese Dokumentation "ganz normalen DDR-Alltags" und für sein hohes Maß an Zivilcourage. --Ravi Unger Lade Kundenrezensionen... |
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Schweinegezadder: Schöne Geschichten von Manfred KrugGebundene Ausgabe von Ullstein HardcoverPreis bei Amazon: EUR 4,99 ISBN: 3550087314, Erscheinungsdatum: Sept. 2008 Produktgruppe Bücher |
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Mein schönes Leben von Manfred KrugGebundene Ausgabe von EconPreis bei Amazon: EUR 24,00 ISBN: 3430157331, Erscheinungsdatum: Sept. 2003, Auflage: 1., Aufl. Produktgruppe Bücher |
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Aus der Amazon.de-RedaktionAuf den Untertitel "Autobiografie" hat der Verlag verzichtet. Zum Glück. In Verbindung mit solch einem Titel hätte das nur falsche Assoziationen geweckt: An einen Opa im Sessel würde man denken, der sich behaglich zurücklehnt und auf seine großen Erfolge zurückblickt. Von wegen. Mein schönes Leben ist nicht weniger als die literarische Aufarbeitung einer Kindheit unter den Bedingungen des Krieges. Mit Betonung auf "literarisch". Denn wie Manfred Krug diese Zeit (die Jahre 1937 bis 1954) wiederauferstehen lässt, wäre auch dann lesenswert, wenn uns der Autor nicht aus Funk und Fernsehen bekannt wäre. Was der junge Krug erlebt, wird nicht aus dem abgeklärten Blickwinkel des Schauspiel-Rentners M.K. beschrieben, sondern aus der Perspektive des kleinen Manfred, der noch keinen Gedanken daran verschwendete, dass er später mal ein großer Mime sein würde. Und der darum naturgemäß in vielem dümmer ist als sein Autor. Aber die knurrige Lakonik des älteren Krug klingt gelegentlich schon durch. Bereits der kleine Manfred hat begriffen, dass man die guten Sachen im Leben immer nur träumt, "die schlechten sind wirklich passiert". Krug gelingt das Kunststück, die kleinen Katastrophen in der großen zu erzählen, ohne diese auszublenden. Die Kriegserlebnisse wirken, aus der naiven Kinderperspektive geschildert, keineswegs harmloser, sondern nur umso eindrücklicher. "Wie soll so ein Schuß unterscheiden, ob ein Russe in die Luft fliegt oder ein Deutscher?" Natürlich ist das alles auch ein prima Trick, um sich das Wohlwollen des Lesers zu erschleichen: Denn man muss ihn einfach lieb haben, den nichtsnutzigen kleinen Frechdachs, den die politischen und privaten Umstände zu einem Leben zwischen Ost und West, zwischen Vater und Mutter zwingen. Einziger Fixpunkt in Manfreds Leben ist Oma Lisa aus Duisburg. Sie steht zwar mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß und lässt nichts aus, was katholisch ist, aber mit ihrer unbeirrbaren Liebe gibt sie dem Jungen die Kraft, an sich selber zu glauben. Im Grunde ist Mein schönes Leben so etwas wie eine verspätete Liebeserklärung Manfred Krugs an seine Großmutter. Und an deren Mutter Johanna, eine taubstumme Frau aus einfachsten Verhältnissen. In zwanzig "Stücken", die immer wieder in die fortlaufende Erzählung eingeschoben werden und durch die Schriftgröße vom übrigen Text abgesetzt sind, imaginiert Krug -- der seine Urgroßmutter nie kennen lernte -- das Leben Johannas, dieser tapferen Frau aus Kattowitz, die vier Kinder alleine aufzog. Vor allem in diesen Passagen erweist sich der Schauspieler Krug auch als ein großartiger Erzähler. Die Autobiografie endet dort, wo für uns Leser der Lebensweg der öffentlichen Figur Manfred Krug beginnt: Mit dem Eintritt in die Schauspielschule im Jahre 1954. Aber was der Schauspieler uns bis dahin erzählt hat, ist mindestens so spannend und bewegend wie das, was Krug in den darauf folgenden Jahrzehnten erlebt hat und das war auch nicht ohne, wie ein Blick in Krugs DDR-Bilanz Abgehauen zeigt. Dem Vernehmen nach arbeitet Krug bereits an Teil zwei seiner Memoiren. Man darf sich jetzt schon darauf freuen. --Axel Henrici Lade Kundenrezensionen... |
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66 Gedichte, was soll das? von Manfred KrugGebundene Ausgabe von EconPreis bei Amazon: EUR 4,99 ISBN: 3430157285, Erscheinungsdatum: Oktober 1999 Produktgruppe Bücher |
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Neuigkeiten an Manfred Krug & Otti von Jurek BeckersTaschenbuch von Econ / List 1999Der Artikel ist bei Amazon.de derzeit nicht verfügbar. ISBN: 3612266462, Erscheinungsdatum: 1999 Produktgruppe Bücher |
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Aus der Amazon.de-RedaktionWas für ein schöner Nachruf auf einen verstorbenen Freund! Das hätte Jurek Becker gemocht. Kein hohles Verlustgeheul, obwohl der Verlust heulen machen möchte, kein grämliches Erinnerungsszenario, obschon man sich grämen möchte, sondern einfach Postkarten aus vierzig Jahren einer Freundschaft. Das ist Manfred Krugs Art, seinem Freund Lebewohl zu sagen. Auf die Idee kam er im April 1997, bei einer Abschiedsfeier zu Jurek Beckers Gedenken in der Berliner Akademie der Künste. Man las aus seinen Werken. Krug zog einige der Postkarten hervor, und das schallende Gelächter im Publikum beim Verlesen machte ihm klar, dies ist die angemessenste Art der Trauerarbeit. Die beiden Männer, der Schriftsteller und der Schauspieler, lernten sich 1957 in der DDR kennen und kamen nicht mehr voneinander los. Und schon von Anfang an pflegten sie sich Ansichtskarten zu schicken. Es waren dies oft Karten von gediegener Scheußlichkeit: leckere Fünfzigerjahre-Ostbeauties, den Körper im engen Mieder biegend, schielende Katzen, Alligatoren reitende US-Damen in quietschbunten Badeanzügen oder saltoschlagende Klavierspieler. Manfred Krug hält die Mitteilungen Beckers für das beste, was er je geschrieben hat. Ja, ja, Jakob der Lügner, Bronstein usw. Aber man spürt Wahrhaftigkeit in dieser Alltagssprache, die kein Kritikerauge fürchten muß. Da werden Kräche brieflich gekittet, launige Grüße an Ehefrauen übermittelt (in Beckers Fall an wechselnde), dann wieder bettelt Krug um weitere Folgen von Liebling Kreuzberg, was ihm Becker schlitzohrig abschlägt. So geht das also ein ganzes Leben lang, und je mehr dieser kleinen Kunstwerke man liest, desto heiterer und gleichzeitig trauriger ist man gestimmt. Man kennt den Ausgang. Krebs, ein tapferer Jurek Becker in einem letzten Spiegel-Interview -- und Schluß. Was für ein schöner Nachruf, Herr Krug! Bong Soa, Jurek. --Ravi Unger Lade Kundenrezensionen... |
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Jurek Beckers Neuigkeiten an Manfred Krug & Otti von Jurek BeckerGebundene Ausgabe von EconDer Artikel ist bei Amazon.de derzeit nicht verfügbar. ISBN: 3430112133, Erscheinungsdatum: 1997, Auflage: 2. Aufl. Produktgruppe Bücher |
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Aus der Amazon.de-RedaktionWas für ein schöner Nachruf auf einen verstorbenen Freund! Das hätte Jurek Becker gemocht. Kein hohles Verlustgeheul, obwohl der Verlust heulen machen möchte, kein grämliches Erinnerungsszenario, obschon man sich grämen möchte, sondern einfach Postkarten aus vierzig Jahren einer Freundschaft. Das ist Manfred Krugs Art, seinem Freund Lebewohl zu sagen. Auf die Idee kam er im April 1997, bei einer Abschiedsfeier zu Jurek Beckers Gedenken in der Berliner Akademie der Künste. Man las aus seinen Werken. Krug zog einige der Postkarten hervor, und das schallende Gelächter im Publikum beim Verlesen machte ihm klar, dies ist die angemessenste Art der Trauerarbeit. Die beiden Männer, der Schriftsteller und der Schauspieler, lernten sich 1957 in der DDR kennen und kamen nicht mehr voneinander los. Und schon von Anfang an pflegten sie sich Ansichtskarten zu schicken. Es waren dies oft Karten von gediegener Scheußlichkeit: leckere Fünfzigerjahre-Ostbeauties, den Körper im engen Mieder biegend, schielende Katzen, Alligatoren reitende US-Damen in quietschbunten Badeanzügen oder saltoschlagende Klavierspieler. Manfred Krug hält die Mitteilungen Beckers für das beste, was er je geschrieben hat. Ja, ja, Jakob der Lügner, Bronstein usw. Aber man spürt Wahrhaftigkeit in dieser Alltagssprache, die kein Kritikerauge fürchten muß. Da werden Kräche brieflich gekittet, launige Grüße an Ehefrauen übermittelt (in Beckers Fall an wechselnde), dann wieder bettelt Krug um weitere Folgen von Liebling Kreuzberg, was ihm Becker schlitzohrig abschlägt. So geht das also ein ganzes Leben lang, und je mehr dieser kleinen Kunstwerke man liest, desto heiterer und gleichzeitig trauriger ist man gestimmt. Man kennt den Ausgang. Krebs, ein tapferer Jurek Becker in einem letzten Spiegel-Interview -- und Schluß. Was für ein schöner Nachruf, Herr Krug! Bong Soa, Jurek. --Ravi Unger Lade Kundenrezensionen... |
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Abgehauen von Manfred KrugGebundene Ausgabe von EconPreis bei Amazon: EUR 14,90 ISBN: 3430157234, Erscheinungsdatum: Oktober 1996 Produktgruppe Bücher |
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Produktbeschreibung
Der Mitschnitt ist ein 1976 von Krug heimlich auf Tonband aufgenommenes Wortgefecht zwischen elf namhaften Künstlern und drei hohen
Politikern der DDR, in dem es um die Ausbürgerung Wolf Biermanns ging. Aus der Amazon.de-Redaktion"Operative Information: Sonnabend, den 18. 6. 1977: K r u g befand sich bis in die Nachmittagsstunden auf seinem Grundstück und war mit Verladearbeiten beschäftigt. Da keine fremden Personen auf dem Grundstück sein durften, war es dem IMV nicht möglich, daran teilzunehmen." Es war der Tag der Ausreise Manfred Krugs aus der DDR. Zum Verständnis: IMV, das waren die netten Nachbarn. Abends war man dann doch noch eingeladen zur Abschiedsfeier bei IMV-Nachbars. So die Stasi-Akte. Mein Gott, diese DDR! Dramatische Ereignisse gingen voraus: Im November 1976 trafen elf namhafte Künstler, die eine Resolution gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns unterzeichnet hatten, zu einem Streitgespräch mit drei hochrangigen DDR-Funktionären zusammen. Das Treffen fand in Krugs Haus statt und Krug ließ -- widerrechtlich und höchst riskant -- heimlich ein Tonband mitlaufen. Manfred Krug wartete neunzehn Jahre, ehe er das Protokoll veröffentlichte. Ein beredtes Dokument. Die Diskussionsteilnehmer, darunter Stefan Heym, Jurek Becker, Christa Wolf und die Schauspielerin Angelica Domröse, auf der Gegenseite der Chef der Agitations- und Propagandaabteilung des Politbüros, ein wortgewandter und eloquenter Mann, liefern sich heftigste Wortgefechte, deren nachträgliches Studium so manches Geschichtsbuch überflüssig macht. Die aufgebrachten Kunstschaffenden, die Biermanns Wiedereinbürgerung einfordern und den Staat in Frage stellen, sehen sich einer Mauer von Demagogie und Schlitzohrigkeit seitens der DDR-Oberen gegenüber, die ihrerseits auf Linientreue beharren. Krug kann und will mit diesem Staat nicht mehr auskommen. Schon werden die ersten Auftritte abgesagt, Filmangebote storniert. Der Staat schlägt zurück. Den zweiten Teil von Abgehauen nimmt Krugs Tagebuch bis zu seiner Ausreise ein. Hierin wird beklemmend deutlich, wie schwer es war, diesem unseligen System zu entkommen. Manfred Krug gebührt der allergrößte Respekt für diese Dokumentation "ganz normalen DDR-Alltags" und für sein hohes Maß an Zivilcourage. --Ravi Unger Lade Kundenrezensionen... |
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Mein schönes Leben von Manfred KrugTaschenbuch von Ullstein TaschenbuchDer Artikel ist bei Amazon.de derzeit nicht verfügbar. ISBN: 3548367569, Erscheinungsdatum: Juni 2005, Auflage: 1., Aufl. Produktgruppe Bücher |
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Aus der Amazon.de-RedaktionAuf den Untertitel "Autobiografie" hat der Verlag verzichtet. Zum Glück. In Verbindung mit solch einem Titel hätte das nur falsche Assoziationen geweckt: An einen Opa im Sessel würde man denken, der sich behaglich zurücklehnt und auf seine großen Erfolge zurückblickt. Von wegen. Mein schönes Leben ist nicht weniger als die literarische Aufarbeitung einer Kindheit unter den Bedingungen des Krieges. Mit Betonung auf "literarisch". Denn wie Manfred Krug diese Zeit (die Jahre 1937 bis 1954) wiederauferstehen lässt, wäre auch dann lesenswert, wenn uns der Autor nicht aus Funk und Fernsehen bekannt wäre. Was der junge Krug erlebt, wird nicht aus dem abgeklärten Blickwinkel des Schauspiel-Rentners M.K. beschrieben, sondern aus der Perspektive des kleinen Manfred, der noch keinen Gedanken daran verschwendete, dass er später mal ein großer Mime sein würde. Und der darum naturgemäß in vielem dümmer ist als sein Autor. Aber die knurrige Lakonik des älteren Krug klingt gelegentlich schon durch. Bereits der kleine Manfred hat begriffen, dass man die guten Sachen im Leben immer nur träumt, "die schlechten sind wirklich passiert". Krug gelingt das Kunststück, die kleinen Katastrophen in der großen zu erzählen, ohne diese auszublenden. Die Kriegserlebnisse wirken, aus der naiven Kinderperspektive geschildert, keineswegs harmloser, sondern nur umso eindrücklicher. "Wie soll so ein Schuß unterscheiden, ob ein Russe in die Luft fliegt oder ein Deutscher?" Natürlich ist das alles auch ein prima Trick, um sich das Wohlwollen des Lesers zu erschleichen: Denn man muss ihn einfach lieb haben, den nichtsnutzigen kleinen Frechdachs, den die politischen und privaten Umstände zu einem Leben zwischen Ost und West, zwischen Vater und Mutter zwingen. Einziger Fixpunkt in Manfreds Leben ist Oma Lisa aus Duisburg. Sie steht zwar mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß und lässt nichts aus, was katholisch ist, aber mit ihrer unbeirrbaren Liebe gibt sie dem Jungen die Kraft, an sich selber zu glauben. Im Grunde ist Mein schönes Leben so etwas wie eine verspätete Liebeserklärung Manfred Krugs an seine Großmutter. Und an deren Mutter Johanna, eine taubstumme Frau aus einfachsten Verhältnissen. In zwanzig "Stücken", die immer wieder in die fortlaufende Erzählung eingeschoben werden und durch die Schriftgröße vom übrigen Text abgesetzt sind, imaginiert Krug -- der seine Urgroßmutter nie kennen lernte -- das Leben Johannas, dieser tapferen Frau aus Kattowitz, die vier Kinder alleine aufzog. Vor allem in diesen Passagen erweist sich der Schauspieler Krug auch als ein großartiger Erzähler. Die Autobiografie endet dort, wo für uns Leser der Lebensweg der öffentlichen Figur Manfred Krug beginnt: Mit dem Eintritt in die Schauspielschule im Jahre 1954. Aber was der Schauspieler uns bis dahin erzählt hat, ist mindestens so spannend und bewegend wie das, was Krug in den darauf folgenden Jahrzehnten erlebt hat und das war auch nicht ohne, wie ein Blick in Krugs DDR-Bilanz Abgehauen zeigt. Dem Vernehmen nach arbeitet Krug bereits an Teil zwei seiner Memoiren. Man darf sich jetzt schon darauf freuen. --Axel Henrici Lade Kundenrezensionen... |
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Geschichten vom Herrn Keuner von Bertolt BrechtSigried Wesener (Produzent), Manfred Krug (Sprecher)Audio CD von Der Audio Verlag, Dav Preis bei Amazon: EUR 4,95 ISBN: 3898134067, Erscheinungsdatum: Januar 2005, Auflage: 1., Aufl. Produktgruppe Bücher |
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Hörbuch-RezensionSie sind kurz, verfügen über einen Modellcharakter und geben Impulse zum Weiterdenken; ihre Form ähnelt Fabeln, Parabeln und Aphorismen, und sie beinhalten, zumindest unterschwellig, eine Handlungsanweisung. Die Rede ist von Bertolt Brechts berühmten Geschichten vom Herrn Keuner, an denen der Autor seit 1929 schrieb, und in denen er meist von sich selbst erzählt. Seit Ende 2000 im Nachlass einer Schweizer Dokumentarfilmerin ein Koffer mit Brecht-Texten gefunden wurde, die dieser 1949 bei seinem Umzug nach Ostberlin nicht mitgenommen hatte, gibt es neue Keuner-Geschichten. Manfred Krug liest 12 dieser neuen, bis dahin unbekannten und 38 der bereits berühmten Prosastücke. Der Schauspieler, der am Berliner Ensemble Brechts seine Karriere begann, trägt die alten und neuen Geschichten vom Herrn Keuner (in Süddeutschen bedeutet ?keuner? ?keiner?) mit einem zurückhaltend, leicht ironischen Akzent vor. Seit er 1977 nach Unterzeichnung der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns nach West-Berlin übersiedelte, ist Krug u. a. durch den ?Tatort? und die Serie ?Liebling Kreuzberg? zu einem der bekanntesten deutschen Schauspieler geworden. Nicht, dass Krug die vielen Dialoge zwischen dem Alter Ego Bertolt Brechts und den Fragestellern eintönig oder wenig abwechslungsreich lesen würde -- nein keineswegs --, aber die häufigen pädagogischen, teils vor Lebensweisheit triefenden Anweisungen im Sinne eines korrekten Verhaltens im politisch-sozialen Kontext werden durch seinen Tonfall angenehm entschärft. Mit heiterer Stimme und Feingefühl trägt er beispielsweise Keuners erstaunlich aktuelle Meinung über mustergültiges Autofahren vor, zeichnet das liebevolle Porträt eines Elefanten, der K?s Lieblingstier ist, und bringt die Geschichte Wenn Haifische Menschen wären sehr überzeugend zu Ohr. ?Der Denkende?, der so kluge Sentenzen über die Liebe, den Erfolg, die Gastfreundschaft, die Veränderung (in Das Wiedersehen) oder die Haltung des Weisen formuliert, kommt in Krugs ironischer Diktion unbeschwert zur Geltung. Die zurückgenommene Virtuosität, mit der er die Kunstfigur Keuner spricht, ist ein charmanter Rahmen für die Moral, die Lehre und Weisheit des strengen Bert Brecht! Fazit: Manfred Krug, einer der populärsten Schauspieler Deutschlands, ausgestattet mit Ecken und Kanten, präsentiert hier eine sehr feinfühlige Interpretation der bekannten Prosa eines der größten Dramatikers des 20. Jahrhunderts. Hört sich gut an! Lesung, Spieldauer: ca. 44 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. Eine Produktion von DeutschlandRadio Berlin. -- culture.text Lade Kundenrezensionen... |
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